Von Marlitt-Freunden eine Hedwig-Signatur Vereins-Vertreter in Nebra auf den Spuren der Courths-Mahler VON UNSERER MITARBEITERIN GISELA JÄGER Nebra. "Ihr Leben ist für mich ein Roman", so Gudrun Parczyk, die am Sonntag in das Nebraer Heimathaus zum 140. Geburtstag der in Nebra genau am 18. Februar 1867 geborenen Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler eingeladen hatte. Die Biografie dieser bemerkenswerten Frau, die 208 Romane geschrieben hat, welche weltweit in 130 Millionen Exemplaren verkauft wurden, hat Frau Parczyk derart fasziniert, dass sie inzwischen zu besonderen Anlässen und Festen der Region selbst in die Rolle der HCM schlüpft und auch Besucher im Nebraer Heimathaus in das dortige Archiv der Schriftstellerin führt. Am Sonntag waren der Einladung nicht nur Nebraer gefolgt, sondern Vertreter von Interessengemeinschaften und Vereinen, die sich mit historischen Frauenpersönlichkeiten beschäftigen, welche als "Frauenorte" besonders gewürdigt und in Erinnerung gebracht werden. Dazu zählt nicht nur Courths-Mahler, sondern zählen auch die heilige Elisabeth und Käthe Kruse. Gekommen waren die Museumsleiterin des Romanischen Hauses Bad Kösen, eine Vertretung des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Neuenburg, Vereinsmitglieder der Bad Bibraer Kultur-und Literaturfreunde, des Heimatvereins Memleben sowie Mitglieder der Interessengemeinschaft Eugenie Marlitt aus Arnstadt. Vor allem zur Schriftstellerin Eugenie Marlitt (1825-1887) lassen sich Parallelen zu Courths-Mahler knüpfen, auch wenn sich beide Frauen nie begegneten. HCM kam einst als Vorleserin in gutbetuchten Häusern mit den Romanen der Marlitt in Berührung, aus denen sie für ihre später verfassten eigenen Romane, die heute gern als "Märchen für Erwachsene" bezeichnet werden, Anregungen bezog.
Frau Parczyk als Hedwig Courths-Mahler (Bildmitte) Aus Naumburger Tageblatt / MZ vom 20. Februar 2007
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